Ein Ausblick auf eine mögliche Klotzphilharmonie?
Freitag, 4. September 2009
Musik am Klotz!
Gestern wurden wir Zeuge einer wunderbaren Begebenheit: Ein paar Leute mit Computern und Verstärkern formierten sich um und auf den Klotz und gaben ein schönes Konzert.
Dienstag, 1. September 2009
Grillen unter Beton
Heute am Dienstag, dem 1.9.2009 laden die Betonköpfe von Klotz2014 zum Grillen ein. Das eindrucksvolle Klotzmodell (Maßstab 1:1000) wurde hierzu unter eine gewichtige Betonbrücke direkt neben dem Pudelcafé verfrachtet. Welch geeigneter Ort zur feierlichen Zubereitung von Fleisch- und Wurstwaren! Für Vegetarier ist ein Freigehege vorhanden. Ab 19h wird der Grill vorgeheizt. Füllt eure Klotztüten mit Grillgut und Getränken, denn es gibt nichts zu verschenken. Bringt Gesprächsstoff mit, den Klotz bringen wir.
Klotzkunstkritik
Es ist kein Geheimnis, dass Klötze aus Beton seit jeher die Fantasie und Kreativität der Menschen beflügeln. Nichts kann ein Stadtbild so wirkungsvoll prägen wie geschickt platzierte Klötze aus Beton. Dabei muss es nicht unbedingt auf die Größe ankommen. Gewiss, ein paar bescheidene Straßenbegrenzungsklötzchen wirken im Vergleich zum Prestigeprojekt Klotz2014 eher spartanisch. Doch mit Kreativität und Freude an erfrischenden Grautönen lassen sich mit Klötzen unvergessliche Betonwelten schaffen, die Stimmung und Wertempfinden vor Ort nachhaltig beeinflussen.
Da mutet es befremdlich an, wenn sich selbst berufene Künstler eigenmächtig an einer "Verschönerung" der prächtigen Betonobjekte versuchen und dabei, nun ja, mäßig erfolgreich sind. Die infantilen Machwerke dieser Künstlergruppierung verhunzen und verhöhnen Form und Material der ästhetischen Monolithe auf derart profane Weise, dass man nur froh sein kann, dass die eigentlichen Modifikationen an Spanplatten vorgenommen wurden. Alles andere hätte einem doch leid getan um die Bausubstanz.
Wie viel umsichtiger erscheint da zum Beispiel diese Skulptur, die der Klotzform auf respektvolle und dennoch verspielte Weise huldigt und dem ästhetischen Potential des Werkstoffs durch Kreativität und Verantwortungsbewusstsein zur Ehre gereicht. Hier hat sich der Künstler zu Lebzeiten ein strahlend graues Denkmal gesetzt. Sein Objekt wirft Fragen auf, z.B. "Was wiegt das Teil wohl?" oder "Macht man sich schmutzig wenn man es anfasst?". Es fordert heraus, man fühlt sich berufen, seinerseits den Betonmischer anzuwerfen und sich die Hände schmutzig zu machen.
Da mutet es befremdlich an, wenn sich selbst berufene Künstler eigenmächtig an einer "Verschönerung" der prächtigen Betonobjekte versuchen und dabei, nun ja, mäßig erfolgreich sind. Die infantilen Machwerke dieser Künstlergruppierung verhunzen und verhöhnen Form und Material der ästhetischen Monolithe auf derart profane Weise, dass man nur froh sein kann, dass die eigentlichen Modifikationen an Spanplatten vorgenommen wurden. Alles andere hätte einem doch leid getan um die Bausubstanz.
Wie viel umsichtiger erscheint da zum Beispiel diese Skulptur, die der Klotzform auf respektvolle und dennoch verspielte Weise huldigt und dem ästhetischen Potential des Werkstoffs durch Kreativität und Verantwortungsbewusstsein zur Ehre gereicht. Hier hat sich der Künstler zu Lebzeiten ein strahlend graues Denkmal gesetzt. Sein Objekt wirft Fragen auf, z.B. "Was wiegt das Teil wohl?" oder "Macht man sich schmutzig wenn man es anfasst?". Es fordert heraus, man fühlt sich berufen, seinerseits den Betonmischer anzuwerfen und sich die Hände schmutzig zu machen.
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